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Deutsche, Feminism, Translations, Written Work

Brauchen Frauen Feminismus? [German Translation]

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Many thanks to Alfred Henry for translating my opening presentation of the debate, ‘Do Women Need Feminism’, from English into German, and to Sarah Mir for kindly proof reading it. Alfred Henry has originally posted the translation on his blog, feminismusneindanke.

The footnotes are available in English in the original transcript.


von Zara Huda Faris

(Zara Huda Faris ist Islam-Theologin und lebt in Großbritannien http://zarafaris.com)

·Übersetzt ins Deutsche von alfred.henry@yandex.com
·Original Transscript:http://thedebateinitiative.files.wordpress.com/2013/03/feminism-transcript.pdf
·Video: https://www.youtube.com/watch?v=HI2ZYWZWlYo

Es wird behauptet, Frauen benötigten Feminismus, weil es Frauen gibt die Ungerechtigkeit erleiden — doch dies ignoriert, daß nahezu alleMenschen zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben Ungerechtigkeit durch andere Männer oder Frauen erleben — und Gerechtigkeit für nureine Gruppe der Gesellschaft, unter Ausschließung anderer, ist wie ein Vogel mit nur einem Flügel — sie kann nicht fliegen.

Männer haben ein grundlegendes Bedürfnis nach Gerechtigkeit ganz genauso wie Frauen und während bereits das bloße Wort ”Feminismus” diskriminiert, ist das Wort ”Gerechtigkeit” nicht diskriminierend. Gerechtigkeit bedeutet, daß Menschen erhalten was ihnen zusteht, doch wie wir sehen werden, bedeuten Feminismus und Gerechtigkeitnicht dasselbe.

Feminismus is ein äußerst vieldeutiger Begriff, einengend statt befreiend. Er ist die Forderung nach geschlechtsbezogener Bevorzugung, die sich verkleidet als Gleichheit. Im Kern verweigert Feminismus die Anerkennung der menschlichen Natur. Feminismus ist undeutlich und keine gerechte Sache.

Feminismus ist ungerecht

Feministen behauptet, daß Frauen traditionell entmenschlicht wurden von einer männerdominierten Gesellschaft, die sie als Patriarchatbezeichnen. Und sie behaupten, es sei immer besser gewesen, ein Mann zu sein. Aber diese einseitige Behauptung mißachtet die Privilegien, die Frauen oft genossen einfach nur für das Frau sein.

Das Funktionieren der Gesellschaft zeigt bereits auf dem grundlegendsten Niveau, daß es tatsächlich schon immer besser war, eine Frau zu sein. Biologisch gesehen zählt jede Frau durch Nachwuchs und Weitergabe des Leben — was jeder Frau einen innewohnenden Wert gibt, ganz gleichgültig was sie tut. Es ist nur ein Mann nötig, damit viele Frauen Kinder bekommen können. In der gesamten Geschichte entstand dadurch in menschlichen Gesellschaften die Idee, Männer seien weitgehend entbehrlich, während jede Frau unverzichtbar sei.

Aus diesem Grunde geben wir der Sicherheit und Bequemlichkeit von Frauen instinktiv eine höhere Priorität im Vergleich zu Männern. Deshalb werden Frauen bei Notfällen oder Katastrophen zuerst gerettet, sie erhalten die ersten Plätze in Rettungsbooten. Aus demselben Grunde neigen Männer dazu, mehr Stunden zu arbeiten, riskieren Gesundheit und Leben bei der schmutzigen und gefährlichen Arbeit im Kohlebergbau, in der Ölförderung, als Infanteristen, Bauarbeiter und bei der Müllabfuhr. Männliche Verwandte werden tätig als unbezahlte Bodyguards. Um einen Menschenrechtsaktivisten zu zitieren: ”Frauen gelten als Menschen durch Sein, während Männer erst als Menschen gelten durch Tun.” [1] Dieses Privileg wird von Feministen nicht wahrgenommen, denn ein Privileg ist unsichtbar für den der es hat, wie der Feminist Michael Kimmel einmal sagte.

Bei Gewaltverbrechen ist es so: je gewalttätiger ein Verbrechen ist, desto wahrscheinlicher ist das Opfer ein Mann. In Großbritannien ist die Wahrscheinlichkeit ermordet zu werden für einen Mann doppelt so groß wie für eine Frau. [2] Zu häuslicher Gewalt berichtet der Guardian, daß Männer in mehr als 40% der angezeigten Fälle die Opfer sind und daß Männer nur halb so häufig irgendjemandem etwas darüber sagen. [3] Es gibt 7500 Frauenhäuser in England und Wales aber nur 60 solche Einrichtungen für Männer. Zum Thema männlicher Vergewaltigungsopfer in den Gefängnissen Großbritanniens herrscht völliges Schweigen, es wird nicht ernst genommen. [4,5] Von Männern wird angenommen, sie könnten sich selbst verteidigen. Deshalb leiden sie im Stillen und schrecken davor zurück, erneut zum Opfer zu werden durch ein gleichgültiges Justizwesen oder ablehnende Behandlung durch Wachpersonal.

Trotzdem bleiben Feministen im Allgemeinen empörend still zu männlichem Leid als Ergebnis der Rollenerwartung. Während Feministen sich ”befreien” wollen von den ”Fesseln” der traditionellen Frauenrolle, erwarten Sie, daß der Mann weiterhin in seiner traditionellen Rolle verbleibt. Diese einseitige Sicht des Feminismus ist nicht der Weg nach vorn.

Für Feministen ist ”Gleichberechtigung” bloß eine Tarnung um Frauen Vorteile zu verschaffen, oft auf Kosten anderer. Zum Beispiel hat die frühere Ministerin für Gleichstellung Harriet Harman (eine Feministin) öffentlich gefordert, daß Arbeitgeber Männer benachteiligen und statt dessen Frauen einstellen, wenn beide Kandidaten gleich geeignet sind. [6] Oder wenn die frühere Ministerin für Gleichstellung, Patricia Hewitt (ebenfalls Feministin), verurteilt wurde, weil sie gegen das Gesetz zur Gleichstellung verstieß indem Sie einen qualifizierten männlichen Kandidaten überging und dafür einen weniger geeigneten weiblichen Kandidaten einstellte. [7]

Feministen beaupten sie wollten ”Gleichberechtigung” und verlangen eine 40%-Quote in Aufsichtsräten, doch verdächtigerweise fordern sie keine 40% Frauen-Quote für Soldaten, Gefängniswärter, Holzfäller, Grubenarbeiter, Bodyguards oder Bauarbeiter — warum ist das so? Warum gibt es keine Kampagne für ein Ende der Regel ”Frauen und Kinder zuerst” in Rettungsbooten? Warum nicht: wer zuerst kommt, wird zuerst gerettet? Warum stehen Frauen und Männer bei der Olympiade nicht Seite an Seite im Wettbewerb — als Gleiche? Selbstverständlich werden Feministen dies nicht befürworten, weil sie nicht wirkliche Gleichberechtigung wollen sondern ein geschlechtsbezogene Bevorzugung.

Ein weiteres schockierendes Beispiel ist die feministische Kampagne zur Schließung der Frauengefängnisse. Die Fawcett Society, die führende feministische Kampagne zur Verringerung der Ungleichheit(closing the inequality gap) zwischen Frauen und Männern, sagt in ihrer Kampagne, die Frauengefängnisse entsprächen nicht den Bedürfnissen der Frauen.

Ein Report der Baroness Corston [8] empfiehlt, die Frauengefängnisse zu schließen und zu ersetzen durch Freizeit-Clubs, in denen weibliche Kriminelle gemeinsam Zeit verbringen und dabei “ihre Einkäufe, Haushaltskassen und Mahlzeiten“ organisieren, um dann am Abend wieder zu ihren Kindern nach Hause zu gehen.

Der Corston Report behauptet auch: “Frauen und Männer sind unterschiedlich. Gleiche Behandlung führt zu unterschiedlichen Ergebnissen.“. Im weiteren wird ausgesagt: ”Frauen werden beherrscht von Hormonen und dem Monatszyklus, der ihre Stimmungen und Gefühle steuert. […] diese biologischen Faktoren haben direkten Einfluß auf die Art wie Frauen belastende Ereignisse im Lauf ihres Lebens erleben.

Wenn ein Mann dasselbe sagen würde über unterschiedliche Behandlung von Frauen am Arbeitsplatz, würde er als frauenfeindlich bezeichnet. Seltsamerweise sind Feministen vollauf zufrieden zu sagen, Frauen würden “von Hormonen gesteuert“ und nennen ”biologische Faktoren” wenn es darum geht, Privilegien für Frauen herauszuschlagen.

Nach Ansicht der Feministen sollen männliche Kriminelle in vollem Umfang nach dem Gesetz bestraft werden, während weibliche Kriminelle Bequemlichkeit und Unterstützung erhalten sollen. Warum sind weibliches Leid und weibliche Ungerechtigkeit wichtiger als männliches Leid und männliche Ungerechtigkeit? Die Gerechtigkeitmacht bestimmt keinen Unterschied. Doch wie wir sehen können,Feminismus macht einen Unterschied. Feministen verlangen keine Gleichbehandlung, sondern gesonderte Behandlung —Geschlechtsprivileg.

Frauen brauchen kein Geschlechtsprivileg und deshalb brauchen sie keinen Feminismus. In Wirklichkeit benötigen sie, ebenso wie Männer, Gerechtigkeit — eine umfassende Gerechtigkeit für alle.

Feminismus ist wirr

Zweitens benötigen Frauen klare Lösungen — aber Feminismus istunklar und ausweichend. Feminismus gibt es in vielenGeschmacksrichtungen: konservativ, liberal, sozialistisch, postmodern, ökofeministisch und so weiter. Ohne gemeinsames Wertesystem oder moralische Führung haben sich Feministen auf nichts geeinigt als den Namen und sie werden sich fröhlich selbst widersprechen wenn es hilfreich ist. Zum Beispiel haben Feministen keine klare Position zur sexuellen Objektivierung von Frauen. Einige Feministen befürworten eine Geschlechtslosigkeit der weiblichen Erscheinung und andere verlangen sicherere Brustimplantate ohne angemessen in Frage zu stellen, warum Frauen sich gezwungen fühlen, sie überhaupt einzubauen.

Weil der Feminismus nicht mit Komplexität umgehen kann, empfiehlt er statt dessen die Idee des Individualismus. Gemeint ist, daß Frauen ertüchtigt werden sollen durch ”Neudefinition der eigenen Erwartungen” — und Feministen stehen immer bereit zu diktieren, daß Frauen diese Erwartungen an Männern ausrichten sollen. Statt Frauen von männlichen Erwartungen zu befreien, erwarten Feministen, daß befreite Frauen wie Männer sein sollen.

Feminismus verweigert die Wirklichkeit des Menschseins

Zum Schluß behaupte ich, daß der Feminismus die Anerkennung der menschlichen Natur verweigert. Er steckt Frauen in eine Zwangsjacke und versteht nicht oder beachtet nicht die natürlichen Neigungen der Geschlechter.

Nahezu alle Arten, von Bienen bis zu Primaten haben verschiedene Geschlechter-Rollen, mit unterschiedlichen biologischen Fähigkeiten zwischen den Geschlechtern. Trotzdem behaupten Feministen daß Geschlechterunterschiede zwischen Menschen eine Erfindung sind und daß nichts Biologisches an Männern und Frauen gibt, das mit ihren sozialen Rollen zu tun hat. Die Wissenschaft hat allerdings deutlich gezeigt, welche Rolle Testosteron beim Muskelaufbau hat, bei gesteigerter Bereitschaft zum Wettbewerb, zu Selbstvertrauen und Risikobereitschaft — wodurch Männer besser geignet sind für die gefährlicheren und wettbewerbsorientierten Rollen in der Gesellschaft. Wegen Testosteron sind Männer in der Regel schneller, größer, ausdauernder und körperlich stärker. Es ist irreführend, einem Mädchen zu sagen, sie könne von Natur aus in Allem mit Männern konkurrieren.

Ein absurdes Beispiel dafür: in der Absicht ein gleiches Ergebnis für beide Geschlechter zu erreichen, haben Feministen die Tests für körperliche Eignung von Feuerwehrleuten in Großbritannien abschwächt, damit mehr Frauen Feuerwehrleute werden können. [9]

Das Leistungsniveau das Sie nun von Fachleuten erwarten können in brennenden Gebäuden (oder Aufsichtsräten, wie ich weiter oben erwähnt habe), egal ob männlich oder weiblich, ist wegen der Feministen heute viel geringer als früher. Es scheint daß Feministen unausgesprochen mit Platon übereinstimmen, der gesagt hat, Frauen sollten genauso behandelt werden wie Männer, abgesehen davon, daß man von Frauen nicht so viel erwarten soll. In ihrem absurden Streben nach ”gleichem Ergebnis” für beide Geschlechter fordern führende Feministen Mittelmäßigkeit am Arbeitsplatz statt Leistungsprinzip. [10]

Feministen behaupten, die Aufteilung der Arbeit in traditionellen Familien verringere die Möglichkeiten der Frauen und Frauen würden schlechter behandelt bei Einstellung und Bezahlung und dass es einen Lohnunterschied (wage gap) gäbe zwischen den Geschlechtern. Allerdings zerplatzen diese Argumente bei näherer Untersuchung. Wenn Arbeitgeber für exakt die gleiche Arbeit den Frauen wenigerbezahlen müßten als den Männern — warum stellen sie dann nicht ausschließlich Frauen ein? Außerdem zeigt sich, daß die von Feministen als Beweis für Lohnunterschied zitierten Statistiken Vollzeit-Arbeit und Überstunden-Arbeit in einen Topf werfen. Frauen entscheiden sich, weniger Überstunden zu leisten als Männer. [11] Der Durchschnitt wird auch über unterschiedliche Arbeitsplätze hinweg ermittelt, wie Grundschullehrer, Investmentbanker, Vertriebs-Ingenieur, Chemie-Ingenieur, Personal-Leiter und Investment-Manager. Sie vergleichen also keine vergleichbaren Arbeitsplätze.

Frauen werden nicht davon abgehalten Spitzen-Jobs anzustreben. Sie erreichen bessere Ergebnisse an der Universität [12], aber sie entscheiden sich häufiger für Sprachen, Künste und Sozialwissenschaften (mit geringeren Gehältern), während sich Männer häufiger für Ingenieurwissenschaften, technische Fächer und Mathematik entscheiden (mit höheren Gehältern).

Sobald Kinder da sind, neigen Mütter dazu, ihre Tätigkeit zu Hause auszuweiten und Väter neigen dazu ihre Tätigkeit am Arbeitsplatz erheblich auszuweiten. Es scheint auch so zu sein, daß Männer diese Abwägung stärker machen als Frauen — vielleicht weil sie sich stärker zum Arbeiten verpflichtet fühlen, als Frauen. Die Statistiken zeigenkeinen Unterschied der Bezahlung, sondern einen Unterschied der Entscheidungen. Wenn es eine “Gläserne Decke“ gibt, dann scheinen Frauen deren hauptsächliche Architekten zu sein, denn sie entscheiden sich gegen hochbezahlte Jobs und für flexiblere Arbeitszeiten, um Arbeit und Familie besser zu vereinbaren. Das bedeutet, sie profitieren nicht nur vom Einkommen des Vaters, sondern haben auch eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Ist das nicht wichtiger, als eine willkürliche Jagd nach höchstbezahlter Arbeit?

Feministen wollen nicht als Sexualobjekte betrachtet werden, aber sie wollen gerne nach ihrem ökonomischen Wert eingeschätzt werden. Beide Bewertungen sind materialistisch und keine davon sollte diktieren, wie viel ein Mann oder eine Frau wert ist.

Der Lohnunterschied zeigt uns den Einfluß der Mutterschaft auf die Lebensentscheidungen einer Frau, auch wenn es Feministen nicht gefällt. Männer und Frauen können nicht total unabhängig voneinander leben. Männer und Frauen benötigen sich gegenseitig, um ein Ganzes zu sein.

So ist das also mit dem Lohnunterschied — aber wenn Feministen so scharf sind auf Gleichheit, warum schweigen sie zu den Unterschieden in der Krebsforschung, Unterschieden in der Schule, bei Gewaltverbrechen, bei tödlichen Arbeitsunfällen, bei Selbsttötungen [13] und bei der Lebenserwartung — bei allen diesen Unterschieden sind Männer im Nachteil.

Indem sie die Männlichkeit anhimmeln und versuchen eine Androgynität zu schaffen in der Männer und Frauen gleichartig sind, abgesehen von der Anatomie, verewigen Feministen den frauenfeindlichen Selbsthass der traditionellen Frauenrolle. Mutterschaft und weibliche Zärtlichkeit werden nun als Schwächen gesehen. Die Kraft der Männer die benutzt werden kann um Kriege zu führen oder um zu beschützen, wird oft ausgeglichen durch Mitgefühl und Geduld der Frauen. Aber wenn Frauen diese Eigenschaften fallen lassen und dieselbe Agressivität annehmen, die sie bei Männern wahrnehmen, was bleibt dann übrig?

Wenn Feministen auf der Übernahme der männlichen Rolle bestehen, ist es da eine Überraschung, daß Männer die Verantwortung zurückweisen, welche sie einst trugen mit Stolz, Anstrengung und selbstloser Pflichterfüllung? Wenn Feministinnen alles haben wollen, werden sie letzten Endes auch alles tun müssen, oft auf Kosten des eigenen Wohlstandes und besonders auf Kosten unserer Kinder.

Islam

Im Islam sind Männer und Frauen und ihr Tun in den Augen Gottes gleich. Gott sagt im Koran: Nie werde ich erlauben dass die Arbeit eines Jeden von euch vergeblich ist, egal ob männlich oder weiblich; einer von euch ist wie der andere (Koran 3:195). Der Islam betrifft im Allgemeinen Männer und Frauen in derselben Weise, weil Männer und Frauen im Großen und Ganzen dieselben menschlichen Eigenschaften haben. Männer und Frauen werden unterschiedlich angesprochen nur in Bezug auf die wenigen Bereiche, in denen sich Männer und Frauen unterscheiden.

Das islamische System basiert nicht auf selbstsüchtigem Individualismus, sondern auf einer an Gott orientierten Weltsicht, die gegenseitigen Austausch fördert. Im Islam dienen weder die Frauen den Männern, noch dienen die Männer den Frauen. Statt dessen dienen wir Gott, indem wir uns gegenseitig helfen und uns gegenseitig geben entsprechend den menschlichen Bedürfnissen, mit dem Verständnis, daß nicht alle Menschen gleich sind.

Der Islam beschützt die Frau von dem Augenblick an, in dem sie zur Welt kommt, indem er die Praxis des Kindstötung an Mädchen entschieden ablehnt und verbietet, als eines der schwersten Verbrechen, die begangen werden können. Eine solche Religion kann auch weiterhin nur jede Misshandlung von Frauen ablehnen und ihre Unversehrtheit schützen in jedem Stadium ihres Lebens. Von Eigentumsrechten, Heiratsverträgen, politischer Beteiligung, Erbrecht und Kleiderordnung, befürwortet der Islam eine gegenseitige Wertschätzung mit Männern und keinen Wettbewerb. Die Ehe ist das Fundament des Familienlebens und das Kernelement der islamischen Gesellschaft. Die Ehe gibt uns gegenseitige Rechte und Pflichten. Als Ehefrau hat sie ein Anrecht auf Versorgung, inklusive eines eigenen Lebensraums undsollte die Ehe scheitern, ist ihre finanzielle Situation abgesichert.

Der Islam steckt verheiratete Frauen nicht in eine Zwangsjacke — er erlaubt ihnen eine Erwerbstätigkeit — aber nicht als Notwendigkeit zum Lebensunterhalt, sondern als freie Entscheidung, die sie nach eigenem Ermessen treffen kann. Im Islam hat niemand das Recht über ihr Einkommen zu bestimmen. Andererseits verlangt der Islam, daß das Einkommen des Mannes für die Versorgung der Frauen im Haushalt verwendet wird, egal ob sie arbeiten oder nicht. Außerdem ist die Frau als Mutter die vorrangige Respektsperson noch vor dem Vater. So hoch geschätzt ist ihre Rolle als Herz und Seele der Familie und daraus folgend der Gesellschaft insgesamt.

Der Islam gibt eine klare, natürliche und gerechte Lösung, die Gerechtigkeit für alle Menschen bietet und hat keinen Bedarf für den vergeblichen feministischen Versuch, das Rad erneut zu erfinden, das bereits vor über 1400 Jahren vom Islam in Bewegung gebracht wurde.

Im Islam ist Macht keine Tugend, sie ist Last und Verantwortung. Anstatt uns selbst zu ermächtigen, sollten wir die Gerechtigkeit stärken. Im Islam sind Frauen befreit von der Unterordnung unter den Mann und befreit von den Erwartungen anderer Frauen. Alle Menschen jeden Geschlechtes, jeder Karriere oder gesellschaftlichen Rolle können gleichermaßen nach Tugend streben. Letzten Endes werden Selbstwert-Gefühl und Zufriedenheit nicht durch Unterwerfung unter irgendeinen Aspekt der Schöpfung erreicht, sondern durch Akzeptieren des Schöpfers selbst und seiner Gebote.

Zara Huda Faris
28. Februar 2013


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